Warum sich Ivanka Trump gegen die Pläne ihres Vaters sträubt

Donald Trump kandidiert erneut für die US-Präsidentschaft, doch seine Lieblingstochter will ihn nicht auf den Wahlkampf begleiten. Nun spekulieren die USA über den Grund.

Donald Trump will ins Weiße Haus zurückkehren. Das verkündete der 76-jährige ehemalige US-Präsident vor geladenen Gästen in seiner Privatresidenz in Florida. Seine Frau Melania und Sohn Eric Trump waren bei seinem großen Auftritt an seiner Seite. Auch die Republikaner erwähnten beides in ihren Reden. Trump Jr. verpasste die Show wegen der Flugannullierung. Das war auch nicht ungewöhnlich. Ein weiteres Familienmitglied sorgte an diesem Abend für Aufsehen: „First Daughter“ Ivanka Trump. Sie war in den Hallen von Mar-a-Lago abwesend.

Es war kein Zufall, dass die 41-Jährige nicht zum großen Abend ihres Vaters erschien. Wie Ivanka selbst auf Instagram angekündigt hat, will sie beim zweiten Versuch des Trump-Teams nicht dabei sein. Seitdem wird in Amerika darüber spekuliert, warum Ivanka Trump ihren Vater im Wahlkampf nicht unterstützt hat. Eine ehemalige Beraterin eines ehemaligen US-Präsidenten glaubt ebenfalls, dass sie dem FBI einen Tipp gegeben haben könnte.

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Während Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 diente Ivanka Trump als Beraterin des Präsidenten und galt als aufgehender Stern in der amerikanischen Politik. Sie stand im Rampenlicht und hielt oft Reden für ihren Vater. Auch ihr Ehemann, Jared Kushner, diente dem damaligen Präsidenten als enger Berater.

Ivanka Trump: Wird meinen Vater außerhalb der Politik unterstützen

„Ich liebe meinen Vater sehr. Dieses Mal habe ich mich jedoch dafür entschieden, meine kleinen Kinder und das Privatleben, das wir als Familie aufbauen, zu priorisieren. Ich habe nicht vor, in die Politik zu gehen“, schrieb die Trump-Tochter in einem jetzt Instagram-Story als Reaktion auf Spekulationen gelöscht. Ihren Vater wird sie künftig außerhalb der Politik unterstützen. „Ich bin dankbar, dass ich die Ehre hatte, dem amerikanischen Volk zu dienen, und werde immer stolz auf die Arbeit sein, die unsere Regierung geleistet hat“, heißt es in der Erklärung.

Der amerikanische Nachrichtensender CNN zitierte eine ungenannte, der Familie nahestehende Quelle mit den Worten: „Sie weiß, dass es zu diesem Zeitpunkt nichts gibt, was ihr oder ihrer Familie dienen könnte.“ Ivanka „will nie wieder in dieses Leben zurückkehren“.

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Die New York Post berichtete, Trump habe bei der Hochzeit seiner jüngsten Tochter Tiffany versucht, seine Tochter und seinen Schwiegersohn Jared Kushner für seinen Plan zu gewinnen. Er habe das Paar buchstäblich angefleht, als er seine Ankunft auf der Bühne ankündigte, heißt es in dem Bericht. „Trump dachte, er könnte Ivanka davon überzeugen, an diesem Wochenende zurückzukommen und für ihn zu werben, weil sie beim letzten Mal die am meisten nachgefragte Rednerin war“, sagte eine ungenannte Quelle. Berichten zufolge widersetzten sich beide seiner Bitte, was zu Spannungen hinter den Kulissen führte.

Ein weiterer Bericht der New York Post nennt eine anonyme Quelle als Grund für Ivanka Trumps Rückzug: „Ivanka hasste all die Kritik und Drohungen und war verärgert darüber, dass viele ihrer Freunde ihr den Rücken gekehrt haben.“ Trump will jetzt ein “normales Leben”.

COHEN: Denken Sie, Jared und Ivanka sind Maulwürfe

In einem Interview mit dem US-Sender MSNBC stellte Donald Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen eine kühne These auf: „Ich glaube, Jared und Ivanka könnten Maulwürfe sein“, sagte er mit Blick auf die Razzia auf Trumps Anwesen vor drei Monaten. Anscheinend glaubt Cohen, dass Ivanka dem FBI einen Tipp gegeben haben könnte. Als Ermittler Mar-a-Lago durchsuchten, fanden sie geheime Regierungsdokumente.

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Laut Cohen mag der Grund einfach sein: Die beiden verdienten während ihrer Zeit in Washington rund 640 Millionen Dollar. Außerdem wurde Kushners Vater Charles von Donald Trump begnadigt. Das Paar bekam, was es wollte.

Die Unterstützung der Republikaner für Trump sinkt

Trump war in eine Vielzahl von rechtlichen Kontroversen verwickelt – über die Beschlagnahme geheimer Regierungsdokumente, Kapitalangriffe, fragwürdige Geschäftspraktiken und Bemühungen, die Ergebnisse der Wahlen von 2020 rückwirkend zu kippen. Er verlor die Wahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden. Die Wahlniederlage hat er bis heute nicht akzeptiert. Erst letzte Woche hatte er angekündigt, bei der Wahl 2024 erneut für die Republikaner zu kandidieren.

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