War Corona-Impfkampagne ein Fake? Gerüchte über Schauspieler – das sagt das Ministerium

Impfgegner werfen Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor, bei seiner Impfkampagne Imitatoren eingesetzt zu haben. Die Beweislage ist gering.

Das Bundesgesundheitsministerium wehrt sich gegen Vorwürfe, die aktuelle Corona-Impf-Werbekampagne mit Schauspielern erfunden zu haben. Impfgegner teilten dies auf Twitter unter dem Hashtag #84Schauspieler mit, weil sie angaben, auf der Website einer Schauspielagentur mehrere Personen aus der Impfkampagne gefunden zu haben. Wichtig ist aber, dass es nur eine Person gibt, die wegen ihrer besonderen Lebensgeschichte angesprochen wurde.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte zum Auftakt dieser Kampagne, bei der 84 Zeugenaussagen gesammelt wurden, man habe sich entschieden, „mit echten Menschen zu arbeiten, nicht mit Schauspielern, nicht mit fiktiven Fällen“.

Einer der Zeugen ist Uwe R., der als Rentner im Video des Gesundheitsministeriums zu sehen war. „Ich impfe mich selbst, weil ich die Freiheit dazu habe“, sagte er in dem Video. Dann der Text, den R. Er erlebte 1989 den Fall der Berliner Mauer und genießt heute seine Freiheit, indem er sich und andere verteidigt.

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Mann ist ein unerfahrener Schauspieler, aber er ist auch ein Befürworter von Impfungen

Tatsächlich R. Sie ist in der Akte einer Casting-Agentur als Model, Nachwuchsschauspielerin und mehr aus Berlin gelistet. Auf Nachfrage von t-online sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsamtes, Rs Arbeit als studentischer Schauspieler habe “nichts mit seiner Wahl oder seinem Wahlkampf zu tun”. „Stattdessen konnten wir ihn als Helden gegen die DDR und Impfbefürworter für den Feldzug begeistern.“ UR. sein fünftes Ziel hatte er bereits erreicht. Aus dem Video R. bekam “günstiges Geld, aber kein anderes Geld”.

UR. habe zwei Fluchtversuche aus der DDR unternommen, so der Sprecher weiter. Also wurde er festgenommen und zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Bereits 2019 hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet. In einem Interview mit der „Epoch Times“ bestätigte er selbst, dass er wegen seiner Verbindung zum Mauerfall mit Narben gesehen wurde.

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Dort erklärt er aber auch, dass es eigentlich sein Job gewesen sei, er habe 100 Euro bekommen. Seine Überzeugung bestreitet jedoch niemand: In seinem Bekanntenkreis wurden einige nur zweimal geimpft. “Vielleicht kann ich sie in einem Handel bekommen und sie werden sagen, OK, ich gehe wieder.”

Laut seinem Profil in der Schauspielagentur ist R. Er hat an vielen Produktionen mitgewirkt. Unter anderem nahm er an einer polnischen Nacktschauspielshow teil, trat in Rammsteins Musikvideo und in der Serie „Babylon Berlin“ auf. Sie bezeichnet sich auf ihrem LinkedIn-Profil als „Rentnerin, minderjährig & extra, Aktmodell“.

Betrugsvorwürfe tauchten auch in einem anderen Charakter der Kampagne auf: Twitter-Nutzer verbreiteten Fotos von Anika, die als Lehrerin dargestellt wird, war eigentlich die Schauspielerin Annika S. Der Dienst berichtet: „Ein Lehrer ist ein Lehrer – keine Schauspielerin.“ Das sei eine „falsche Behauptung oder Falschdarstellung“. Auch er erhielt wie R. eine „Mindestkostenpauschale“, es wurden aber keine weiteren Honorare gezahlt.

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Tatsächlich zeigt das Foto der Schauspielerin Annika S. eine andere Frau, wie it-online mithilfe von Bilderkennungsprogrammen mit künstlicher Intelligenz bestätigen konnte. it-online hat auch die echte Anika (“mit einem ‘n’!”) gefunden und kontaktiert. Er kann deutlich zeigen, dass er Beamter ist und reagierte verärgert auf seine Worte: “Ich stehe voll und ganz zu meiner Aussage, ich bin kein Schauspieler.” Den Reaktionen im Internet nach zu urteilen, möchte er nicht, dass sein vollständiger Name und seine Schule öffentlich werden.

Durch eine persönliche Bekanntschaft mit einem Leiharbeiter wurde er gefragt, ob er mitmachen wolle. “Und darauf bin ich stolz.” Und Sie kennen einen der Schauspieler, “er ist überhaupt kein Schauspieler.” Bleibt Uwe R., der das Geld zum Spielen gerne genommen hat.

Der Text wurde mit Informationen aus einem Interview mit Uwe R. und nach einem Telefonat mit Lehrerin Anika überarbeitet.

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