Verbände – Mainz – IHK “nicht ganz so pessimistisch” für Konjunktur 2023 – Wirtschaft

Mainz (dpa/lrs) – Trotz des historischen Rückgangs der Geschäftsaussichten rheinland-pfälzischer Unternehmer sieht die Industrie- und Handelskammer für 2023 keinen Blackout. „Wir sind überhaupt nicht enttäuscht“, sagte der kommissarische Sprecher der IHK. Gruppe Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, Deutsche Presse-Agentur. “Wir kennen unseren Mittelstand und glauben, dass es eine Chance gibt, dass es unvermindert weitergeht.”

Wirtschaftsmotor in Rheinland-Pfalz sei und bleibe die Industrie, die mehr denn je zu tun habe, erklärte Russell. „Die Auftragsbücher sind voll. Unternehmen können Aufträge nicht richtig abwickeln, weil Lieferketten schwach sind, weil Fachkräfte fehlen, weil es Grippewellen gibt.

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Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor für Unternehmen ist seiner Meinung nach die Kostenkalkulation. Es wurde vor einigen Monaten auf der Grundlage völlig anderer Energie-, Komponenten- und Rohstoffpreise erstellt. Die Schwierigkeit besteht nun einerseits darin, diese Kostensteigerung an die Kunden weiterzugeben. Andererseits ist es schwierig, Preise für einen Liefertermin im nächsten Sommer zu kalkulieren. Eine seriöse Kostenkalkulation ist für viele mittelständische Unternehmen kaum möglich.

Was die Wirtschaft im neuen Jahr betrifft, hänge viel davon ab, wie die Politik auf die Herausforderungen reagiere und wie das Vertrauen wiederhergestellt werde, sagte er. „Gas- und Strompreissenkungen sind erst einmal in Ordnung, wenn es wirklich unbürokratisch geht. Es gibt Unternehmen und Verbrauchern eine gewisse Sicherheit.“

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Die Politik müsse noch besser verstehen, “dass wir im Krisenmodus arbeiten müssen”. Das gilt für den Bund, aber auch für das Land.“ Im Land gibt es wenig Spielraum für Manipulationen, aber alles läuft wie gewohnt. So wurde vor rund zwei Jahren im Koalitionsvertrag vereinbart, die Genehmigung von Windenergieanlagen in der Generaldirektion Bauwerke und Genehmigungen (SGD) zu zentralisieren. Aber es wird frühestens im nächsten März losgehen. “Das wäre ein Thema gewesen, bei dem man hätte Gas geben können.”

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Beim Fuel Switch, also dem Umstieg von Erdgas auf Öl, ist der politische Entscheidungsprozess sehr schwierig. „Wir sind nah an der Wirtschaft und merken, wie die Krisenmethode dort funktioniert“, kritisierte Russell. „Es geht ums Überleben. Wenn wir das auf Politik und Verwaltung übertragen, merken wir manchmal, dass sie noch Corona-müde und Digitalisierungsschwäche sind.“

© dpa-infocom, dpa:230104-99-96395/2

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