Sterne im November: Parade der Planeten – Panorama

Wie an einer unsichtbaren Schnur aneinandergereiht leuchten Saturn, Jupiter und Mars am Nachthimmel im November. Woher haben sie ihre Namen?

Beste Momente: Der Himmel zeigt diesen Monat ein Trio heller Planeten, die mit bloßem Auge leicht zu erkennen sind. Sie sollten den Sichtungsausflug am frühen Abend beginnen. Saturn leuchtet im Südwesten in einem ruhigen gelben Licht. Der Name stammt aus der römischen Mythologie und bezieht sich auf den Gott der Aussaat. Schon ein kleines Amateurteleskop macht einen Ring sichtbar, in dem die Planetenkugel zu schweben scheint. Der Anblick ähnelt dem einer Scheibe, doch das System hat keine feste Struktur, sondern besteht aus unzähligen Eis- und Gesteinsbrocken. Einige dieser kosmischen Trümmer sind so klein wie ein Staubkorn, andere so groß wie Wohnhäuser. Etwas südlicher und damit im Vordergrund der Himmelsszenerie steht der Göttervater Zeus. Er ist zu diesem Zeitpunkt nicht nur der hellste und damit am besten sichtbare Stern im Sternbild, sondern mit einem Durchmesser von etwa 140.000 Kilometern auch der größte aller Planeten unseres Sonnensystems. Wie Saturn hat Jupiter eine dichte Atmosphäre, die zu drei Viertel aus Wasserstoff und zu einem Viertel aus Sonne besteht. Das unterscheidet die beiden Gasplaneten von der Erde – und auch vom Mars. Der rote Planet schimmert jetzt im Südosten. Alte Zivilisationen sahen darin einen Blutstropfen und benannten ihn nach ihrem Kriegsgott. Bei den skandinavischen Völkern hieß er Tyr. Der römische Name hat sich durchgesetzt. Die rote Farbe kommt von oxidiertem Eisenmaterial auf seiner festen Oberfläche: Der Mars ist wie ein rostiger Planet.

Sternenhimmel November: nicht näher bezeichnet
(Foto: Karte: M. Rothe/)

Sterne und Sternbilder: Andromeda und Pegasus leuchten hoch im Süden, die Sommerdreieckssterne Atair, Deneb und Vega im Westen. Der Stier erhob sich im Osten. Der Stern Fomalhaut leuchtet einsam knapp über dem südlichen Horizont. Der Große Bär landet nun auf dem Boden, weit im Norden liegt die M-förmige Kassiopeia, im Nordwesten treffen wir auf Herkules, im Nordosten auf den Wagen mit dem hellen Hut.

Planeten, Mond, Meteore: Merkur und Venus sind nicht sichtbar. Saturn in Steinbock, Jupiter in Fische und Mars in Stier bilden eine Parade von Planeten. Auf der Karte sehen sie aus, als hätten sie einen Faden an einer Schnur. Dies ist die Ekliptik, die am Himmel projizierte Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Alle Planeten und der Mond bewegen sich in der Nähe dieser Ebene. Im ersten Quartal ist der 1. November, am 8. ist Vollmond, am 16. das letzte Quartal, am 23. Neumond und wieder im ersten Quartal am 30. November. Das Maximum der Leoniden wird am Abend des 17. November erwartet. Aber mehr als 15 Sternschnuppen pro Stunde werden wohl nicht über den Himmel schießen.

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