Spieler schlägt Schiedsrichter von hinten nieder – Türk Sport Kempten zeigt Haltung nach Übergriff

  • Moritz Blattinger

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Ein Schiedsrichter wird von hinten ausgeknockt. Der FC Turk Sport Kempten aus dem Allgäu ist ein Beispiel dafür, wie ein Verein auf einen solchen Vorfall reagieren kann.

Kempten – Wir wagen einen Blick aus Oberbayern: Denn ein Klub aus dem Allgäu zeigt klare Kante gegen Gewalt. Angriffe auf Schiedsrichter haben in den letzten Monaten zugenommen. Jeder ist viel viel. Im Ernstfall kann ein Klub zumindest die Fassung bewahren. Der FC Türk Sport Kempten hat es vorgemacht.

Doch zuerst das Schlechte: Schiedsrichter Dietmar Fuchs leitete das A-Klasse-Spiel zwischen den Zweitplatzierten des FC Rettenberg und Türk Sport Kempten. Ein Kemptner-Spieler attackierte ihn von hinten. Fuchs fiel zu Boden und war minutenlang betäubt. Das teilte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mit.

Spieler knallt Schiedsrichter von hinten: „Wir sind alle total geschockt“

Der FC Turk Sport Kempten reagierte umgehend und verurteilte das Vorgehen des Spielers. „Gewalt im Fußball, Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern – dafür haben wir null Toleranz. Wir stehen nicht dafür“, sagte Vorstandsmitglied Mahmut Yildirim gegenüber BFV: „Wir waren alle völlig schockiert, als es passierte. Angriff auf den Schiedsrichter. Ich war zuerst schockiert.”

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Natürlich entschuldigte er sich im Namen des Vereins bei Schiedsrichter Dietmar Fuchs, aber Türk Sport Kempten blieb nicht bei Worten.

Schiedsrichter geschlagen: FC Türk Sport Kempten verwies Spieler am gleichen Tag

Nach dem Spiel berief der Verein am Abend eine Sondersitzung des Vorstandes ein. Nach kurzer Beratung stand fest: Der gewaltbereite Spieler erhielt Vereinsverbot – Hausverbot obendrein.

„Der Spieler war neu für uns. Er kommt aus Österreich, aus Reut jenseits der Grenze“, erklärte Yildirim. „Das soll keine Ausrede sein, aber alle Spieler, die schon lange bei uns sind, wissen, dass wir als Sportverein, als Gemeinschaft , haben ganz klare Werte. Es gibt ein Limit-Draw.”

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Er bestand darauf: „Ich sage allen immer wieder: Wir spielen Fußball, es ist nur ein Spiel. Wir wollen Spaß haben, und für diese Art von Verhalten ist kein Platz. Es ist schlecht, aber es scheint die Spieler nicht eingeholt zu haben.“ “

Angriff auf Schiedsrichter: Der FC Türk Sport Kempten hat sich in den sozialen Medien geäußert

Türk Sport Kempten hat sich in den sozialen Medien sofort klar positioniert.

„Wir distanzieren uns klar und unmissverständlich von jeglicher Gewalt und fordern nicht nur unsere Spieler, sondern alle Menschen in der Region auf, sich klar und unmissverständlich jedem diesbezüglichen Trend entgegenzustellen“, schrieb der Klub.

FC Turk Sport Kempten: Klub lädt nach Angriff Schiedsrichter zu Heimspiel ein – und überreicht ein Geschenk

Am Tag nach dem Spielabbruch meldeten sich mehrere Vereinsfunktionäre und Spieler bei Schiedsrichter Fuchs, berichtete er. Sie fragten, ob es ihm gut gehe. Fuchs stellte klar: „Ich habe es nach dem Spiel gesagt und ich sage es noch einmal ganz deutlich: Es war das Werk eines Mannes. Er hatte einen Blackout, einen Ausfall und es hatte natürlich nichts mit dem Fußballplatz zu tun.“ .. Das sollte auch bestraft werden. Aber ich will keine Verallgemeinerungen machen, die letztlich zusammenlaufen, ich kann nur Positives über den Verein und seine Resonanz sagen.

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Auch Türk Sport Kempten hat sich schönere Gesten einfallen lassen. Der Verein lud Fuchs zum nächsten Heimspiel ein. Und der Schiedsrichter stimmte zu. Im Clubhaus überreichte ihm Yildirim einen großen Geschenkkorb mit kulinarischen Spezialitäten der Region. (moe)

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