Selenskyj: Neue Kämpfe und Plünderungen – Die Nacht im Überblick

Aktualisiert am 11.09.2022 06:05

  • An den Fronten in der Ukraine bewegt sich wenig – die Intensität der Kämpfe bleibt aber hoch.
  • Das Land versucht, sich winterfest zu machen, um dem russischen Militär Waffen aus den Händen zu nehmen.
  • Ein Überblick über das, was in der Nacht passiert ist.

Mehr Nachrichten über den Krieg in der Ukraine

Trotz intensiver Kämpfe in den Kriegsgebieten der Ukraine bleibt die Situation turbulent Präsident Wolodymyr Selenskyj stabil Aus den Kampfgebieten gebe es derzeit wenig Neuigkeiten, sagte Selenskij am Dienstagabend in seiner täglichen Videoansprache. “Aber das bedeutet nicht, dass die Intensität des Kampfes abgenommen hat.” Die Situation sei „immer noch schwierig“. Unterdessen meldeten Selenskyjs Generäle neue Raketen- und Luftangriffe russischer Streitkräfte und weitere Plünderungen.

“In manchen Gegenden wird immer noch hart um Positionen gekämpft”, sagte Selenskyj. “Und nach wie vor ist es in der Region Donezk besonders schwierig.” Der Befehl zum Vorrücken russischer Truppen an die Grenze des Verwaltungsgebiets gilt weiterhin. Aber, so Selenskyj: “Wir lassen keinen einzigen Zentimeter unseres Landes dort.”

Auch Lesen :  Ukraine: Luftalarm bei Steinmeier-Besuch – Gespräche im Schutzkeller

Fernab der Kampfgebiete werde intensiv daran gearbeitet, das Leben in den befreiten Gebieten zu normalisieren, sagte Zelenskij. Dies gilt vor allem für die Wiederherstellung der Gas- und Stromversorgung, beispielsweise in der Region Charkiw. Und um der Bevölkerung im kommenden Winter zu helfen, hat die Regierung Energieversorgungsanlagen wie Generatoren und Transformatoren von Einfuhrzöllen befreit.

Russland will den kommenden Winter ganz klar für seine Zwecke nutzen. „Wir verstehen klar: Den Winter in eine Waffe zu verwandeln, ist der Plan eines terroristischen Staates gegen unseren Staat und ganz Europa“, sagte Selenskyj. „Aber wir tun alles, um sicherzustellen, dass dieser russische Plan scheitert, wie auch verschiedene frühere Pläne.“

Kiew: Russland setzt Raketenangriffe und Plünderungen fort

Die russische Armee hat am Dienstag verschiedene Orte in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Generalstab sagte, bei den Angriffen in den Regionen Charkiw, Donezk, Saporischschja und Cherson seien sowohl Raketen als auch Kampfflugzeuge eingesetzt worden. „Angriffe auf kritische Infrastruktur und Häuser gehen weiter und verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht und die Kriegsregeln“, schrieb die Armee auf Facebook. Zu den konkreten Auswirkungen des Angriffs wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Auch Lesen :  Ukraine erwartet von Deutschland 500 Millionen Dollar pro Monat

Der ukrainische Generalstab beschuldigte die Behörden im benachbarten Weißrussland, Russlands Angriffe auf ukrainische Ziele weiterhin durch die Bereitstellung von „Infrastruktur, Territorium und Luftraum“ zu unterstützen. „Die Gefahr bleibt bestehen, dass der Feind Luftangriffe mit Kampfdrohnen aus dem Hoheitsgebiet und dem Luftraum dieses Landes startet.“

Aus dem Gebiet um die südukrainische Stadt Cherson berichtete der Generalstab in Kiew von anhaltenden organisierten Plünderungen durch russische Soldaten. Früher am Tag beobachtete der Konvoi den Diebstahl von Haushaltsgeräten und Baumaterialien. Gleichzeitig wird der Abbau von Mobilfunkmasten und anderen Telekommunikationsanlagen fortgesetzt. Außerdem nahmen die Besatzer „alle Kunstgegenstände und sogar Möbel“ aus dem Regionalmuseum des sowjetisch-ukrainischen Künstlers Oleksiy Shovkunenko mit. Informationen beider Kriegsparteien können oft nicht unabhängig voneinander überprüft werden.

Auch Lesen :  Forschende reaktivieren 50.000 Jahre altes „Zombie-Virus“

Der ukrainische Botschafter hofft immer noch auf einen Leopard-Panzer

Oleksiy Makeev, der neue ukrainische Botschafter in Berlin, setzt seine Bemühungen fort, deutsche Leopard-Panzer in sein Land zu liefern. „Ich bin voller Hoffnung, dass es dazu kommt, denn dieser Krieg muss gewonnen werden“, sagte Oleksiy Makeev am Dienstagabend im „RTL Nachtjournal spezial“.

“Unsere Mädels und Jungs brauchen heute Schützenpanzer und Kampfpanzer an der Front.” Deutschland kann dabei eine große Rolle spielen. “Wir hoffen, dass eine Koalition interessierter westlicher Mächte dazu beitragen wird.” Er hofft auf eine schnelle Entscheidung, da die Ukraine Panzer braucht, um die Eindringlinge abzuwehren. “Je früher es passiert, desto eher wird dieser Krieg enden.” (dpa/mbo)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button