Route du Rhum 2022: Boris Herrmann “nicht mehr im Rennmodus” | NDR.de – Sport

Stand: 19.11.2022 11:14 Uhr

Für Boris Hermann das Erreichen der Ziellinie der Transatlantic Classic Route du Rum 2022. Nach einem technischen Problem mit den Foils der „Malizia – CExplorer“ segelt der Skipper nur noch langsam Richtung Guadeloupe.

„Natürlich ist es enttäuschend, nicht mehr im vollen Rennmodus zu sein“, sagte der Hamburger. „Aber ich werde das Rennen an der Spitze der Gesamtwertung beenden und mich für die Vendée Globe 2024/2025 qualifizieren, unser ultimatives Ziel.“

Herman war sein fünfter Platz Das Weltumrundungsrennen Vendée Globe 2020/21 hat für Aufsehen gesorgt.

“Diese Probleme zu finden, ist Teil des Spiels, wenn man ein neues Boot baut und es zuverlässig macht.”
Boris Hermann

Die letzten 700 Meilen ohne Folie

Derweil verlief die Route du room unglücklich für den deutschen Kapitän. Nach einem bewusst vorsichtigen Start und einem schlecht gewählten Weg drängte sich der Hamburger ans Ende des Feldes. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des technischen Problems lag Harman auf Platz 26 der verbleibenden 34 Imoca-Rennyachten. Jetzt geht es nur noch darum, ins Ziel zu kommen.

Auch Lesen :  Leeds United: Trainer Jesse Marsch spricht über Niederlagenserie

„Ich werde die letzten 700 Meilen so effizient wie möglich ohne Folie zurücklegen“, sagte der gebürtige Oldenburger. Die drei Bolzen an der Spitze des Lagers für seine Folie waren verbogen und locker. Ein Problem, das Hermann allein auf hoher See nicht lösen kann und so beschließt das Team, es langsam angehen zu lassen und kein Risiko mehr einzugehen. Es sei „ein bisschen enttäuschend“, da er „nicht mehr im vollen Rennmodus fahren kann“.

Foils sind die gewölbten Flügel von Hightech-Booten, die Rennyachten wie die von Hermann über das Wasser schweben lassen.

Vermutlich erst am vergangenen Mittwoch

Herman werde voraussichtlich erst am kommenden Mittwoch ins Ziel kommen, teilte sein Malizia-Team mit. Der Franzose Charles Cordelier überquerte sie am vergangenen Mittwoch als Sieger. Er legte 3.542 Seemeilen von Saint-Malo nach Guadeloupe in Frankreich in einer Rekordzeit von 6 Tagen, 19 Stunden und 47 Minuten zurück.

Von Anfang an ging es Hermann nicht um den Sieg, sondern darum, sein neues Schiff einem Härtetest zu unterziehen. „Das Team und ich sind eigentlich froh, dass wir das Problem jetzt gefunden haben und nicht erst später, zum Beispiel beim Ocean Race.“

Auch Lesen :  Fußball - Training, Spiel und ab nach Katar: Flicks Turbo-Vorbereitung - Sport

“Wir haben ein wunderschönes Boot gebaut”

Der Norddeutsche wird Mitte Januar die Team-Umrundung der „Seaexplorer“ in Angriff nehmen, die ihm trotz aller Probleme langsam „gefällt“.

„Wir haben ein wunderschönes Boot gebaut, das sich bisher sehr gut bewährt hat“, sagte Herman. „Als Team werden wir den Rest der Reise über den Atlantik genießen und das Abenteuer teilen.“

Mehr Info

Malizia auf hoher See © Photo Alliance / DPPI Media |  Pierre Boras

Boris Hermann bekam bei der Transatlantic Classic endlich wieder Wind, allerdings nur als 27. im Imoka-Feld.

Ein Hoch auf das Deck von Charles Cordelier.  © Fotoallianz/dpa/AFP  Loïc Venance

Als Charles Cordelier in Guadeloupe ankam, sank ein Verfolgungsboot. Der Franzose überquerte am Mittwochmorgen in Rekordzeit die Ziellinie. mehr

Diese Themen im Programm:

NDR-Informationen 16.11.2022 | 16 Uhr

Schlüsselwörter für diesen Artikel

Segel

NDR-Logo

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button