Prozess gegen ehemaligen Oberstaatsanwalt in Hessen: Ein guter Freund – Wirtschaft

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht bislang Alexander B., der von der Staatsanwaltschaft Frankfurt in 101 Fällen der Wirtschaftskorruption, in 55 Fällen der schweren Untreue und in neun Fällen der Steuerhinterziehung angeklagt ist. Ausgerechnet er. Alexander B. ist kein Unbekannter vor Gericht, er war Oberstaatsanwalt, er kennt die Säle, die Gänge, die Kollegen und sie kennen ihn als exzellenten Anwalt, exzellenten Pressesprecher, Experten für Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen. Sektor Er war ein Kämpfer gegen die Korruption. Das denken zumindest alle.

„Korruption in der Staatskleidung“, schrieb er Frankfurter Rundschau.

„Chefankläger in Handschellen vor Gericht“, schrieb er Bild.

Und Journalisten machen weiter Notizen, denn auch das ist ein ungewöhnlicher Vorgang. Sie machten sich Notizen, als B. Zugegeben, im Laufe der Jahre in einem Strafverfahren, das er selbst übernommen hat, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Als er über seine schockierte Mutter sprach, über seinen Vater, der ihn sexuell missbrauchte, wie er sich später auf die Arbeit konzentrierte, um sich abzulenken: „Mein beruflicher Erfolg war das einzige Ziel in meinem Leben. Er.“ Und natürlich auch, als er erzählte, wie er das ganze Geld braucht.

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Only: B. Only ist kein Akkusativ.

Und so äußerte sich am Mittwoch, dem dritten Verhandlungstag, sein Schulfreund Bernhard A., 56 Jahre alt, Kaufmann aus dem Taunus, ausführlicher. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechung im Geschäftsverkehr und Subventionsbetrug vor. Aber worum geht es wirklich?

Rechtsanwalt Alexander B. leitete die „Zentralstelle zur Bekämpfung von Eigentumsdelikten und Korruption im Gesundheitswesen“. Das heißt, er ermittelte gegen mutmaßliche Abrechnungsbetrüger, Apotheker, Chefärzte, Oberärzte. Da es bei solchen Methoden oft um Expertenwissen geht, werden externe Experten mit der Erstellung der Berichte beauftragt, und hier kommt sein Schulfreund Bernhard A. ins Spiel. 2005 gründeten die beiden Männer eine Firma namens „Medi Transparant“, die Spezialisten beschäftigt, die B. fast alle Aufträge erteilt haben sollen. Ein autonomes System – und ein teures. Laut Anklage soll das Unternehmen zwischen 2010 und 2020 nur 12,5 Millionen Euro auf Kosten der Staatskasse einnehmen. Bernhard A., ein Schulfreund, soll ein Konto eingerichtet haben, auf dem er regelmäßig Geld an B. überwies, allein zwischen 2015 und 2020 sollen es 280.000 Euro gewesen sein.

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Bernard A. steht an diesem Mittwoch vor der Anklagebank Schlange, ein Mann im grünen Anzug. Er hat seine Aussage veröffentlicht, sein Geständnis ist kurz. Ja, sagt er, er habe “Medi Transparent” mitgegründet. Die Arbeit war ihm zu viel geworden, er hatte plötzlich sein Gehör verloren, die Firma musste ein weiteres Standbein werden. Auch als juristischer Laie habe er immer geglaubt, „dass die Anordnungen zu 100 Prozent legal und korrekt waren“. Auf die Ermittlungen habe er keinen Einfluss.

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B. habe ihn dann 2009 kontaktiert und ihn um eine Gewinnbeteiligung gebeten, weil er “mehr wert sei als sein Partner”. Dann eröffnete er das Konto und überwies das Geld. “Es ist klar, dass ich ihm das Geld nicht hätte geben sollen.”

Alexander B. sagte zuvor, dass sein Partner – ein Spezialist von „medi transparent“ – zu diesem Zeitpunkt mit dem Geld nicht umgehen könne. Immer wieder glich er sein Konto aus und schenkte ihm insgesamt 100.000 bis 120.000 Euro. Es war jedoch seine freie Entscheidung, ihr zu helfen. Der damalige Lebensgefährte von B. ist gestorben. Sie war es, die ihn damals informierte.

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