Protest im Museum – Museumsdirektor: «Ich habe Verständnis für die Klimaaktivisten» – News


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Basler Museumsdirektor Sam Keller über den Erfolg seines Hauses, einen neuen Kunsttipp und Klimaaktivisten in Museen.

Die Fondation Beyeler ist ein Museum, das Besucher über die Landesgrenzen hinweg anzieht. Ihr Guide zeigt Verständnis für die Proteste der Klimaaktivisten im Museum.

Sam Keller wurde 1966 in Basel geboren. Er ist Direktor der Fondation Beyeler. Von 2000 bis 2007 war er Direktor der Art Basel. Keller studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Basel.

Sam Keller, die Fondation Beyeler besteht seit 25 Jahren, Sie sind seit 15 Jahren Direktorin. Was war das Highlight?

Die meiste Zeit, wenn Sie arbeiten, haben Sie eine Leidenschaft für das, was Sie tun. Mein Highlight ist die aktuelle Show. Es zeigt Kunst aus der Sammlung und wir haben auch einen Gastauftritt von Duan Hanson.

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Die neueste Show ist die beste. Wieso den?

Wir verfügen über eine weltberühmte Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die wir immer wieder in neuen Konstellationen präsentieren. Wir ehren das Publikum auch mit den realistischen Charakteren von Duan Hanson. Es sollte sich in einem Museum wiederfinden. Die Arbeiten von Duan Hanson zeigen Menschen, die selten so gefeiert werden. Leute, die etwas bewegen, die Wände streichen, den Rasen mähen … die sollten es ihnen sagen.

Legende:

Noah Horowitz wird seine neue Position als Direktor der Art Basel am 7. November 2022 antreten.

zVg

Noah Horowitz wird neuer Direktor der berühmten Kunstmesse Art Basel. Er war von 2015 bis 2021 für das Unternehmen tätig, während dieser Zeit als Americas Director. Danach wechselte er nach Suthwini und kehrt nun im November als Direktor der Art Basel zurück.

Horowitz löst Marc Spiegler ab, der die Art Basel seit 2008 leitet und sich nun «der nächsten Phase seiner Karriere in der Kunstwelt stellen will», wie die MCH Group am Freitag mitteilte.

Wie hat sich die Fondation Beyeler in den letzten 15 Jahren entwickelt?

(lacht) Gut, sehr gut, hoffe ich! Aus dem Kind ist eine Frau voller Leben geworden. Alles stammt aus dem Privatplan von Ernst und Hildy Beyeler. Dies ist zu einer weltberühmten Institution geworden. Zu Beyelers Zeiten waren Pablo Picasso, Alberto Giacometti und Mark Rothko zeitgenössische Künstler, jetzt sind wir die nächste Generation. Wir präsentieren viele Künstlerinnen und Kunstvermittlung spielt eine sehr wichtige Rolle.

Klimaaktivisten machen sich jetzt einen Namen, brechen in Museen ein und beschmieren Werke mit Tomatensoße. Hast du Angst?

Ich fürchte mich nicht. Unser Museum will ein öffentliches Forum sein, und dazu gehören auch die Menschen, die das Museum nutzen – zum Reden, zum Lernen und manchmal auch zum Protestieren.

Ich verstehe diese Proteste.

Ich verstehe diese Proteste, das Thema ist dringend und wichtig. Dennoch bleibt es unsere Pflicht, Kunstwerke zu schützen.

Auf der Kunstmesse Art Basel gibt es eine Änderung. Noah Horowitz folgt auf Mark Spiegler. Was bedeutet diese Umstellung?

Die Art Basel wird sich nicht grundlegend ändern. Allerdings sieht man den Trend: Der Regisseur kommt nicht aus Basel oder der Schweiz, sondern aus Amerika. Er ist kein Musiker oder Wächter. Er leitet Kunstausstellungen.

Während der laufenden Kunst wird die Art Basel Miami Beach präsentiert. In Paris ist gerade zum ersten Mal Kunst passiert. Kommt die Marke Basel heraus?

Ich hoffe nicht! Ich habe damals darauf geachtet, dass Basel im Namen bleibt, auch wenn der Anlass in einer anderen Stadt stattfand. Um die weltweit führende Kunstmesse zu sein, muss sie auch woanders stattfinden. Wichtig ist aber, dass es immer eine Kunstmesse ist, bei der der kulturelle Teil zum Geschäft gehört. Wichtig ist auch die Verbindung zur Stadt, was dazu führt, dass die Art Basel kein Satellit ist, der nur im Kunstmarkt arbeitet. Das sind die Faktoren, die die Art Basel attraktiv und erfolgreich machen. Nationen sind gut, und ein Pass ist kein guter oder schlechter Führer. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Verbindung zu Basel nicht mehr aufrechterhalten wird, wenn die Elite keine engen Verbindungen zur Stadt hat.

Sehen Sie also die Gefahr, dass die Verbindung zu Basel unter dem neuen amerikanischen Direktor verschwindet?

Ja, es besteht Gefahr. Aber schauen wir erstmal was passiert.

25 Jahre Museum in Bildern

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