NFL vor den Playoffs: Vollgas nach dem Hamlin-Drama – Sport

Der letzte Spieltag der regulären Saison vor Beginn der Playoffs hat für Überraschungen bei der American-Football-Liga NFL gesorgt. Beim letzten Spiel der Houston Texans beispielsweise lagen sie hinter den Indianapolis Colts mit 24:31 links und nur einem Rückstand. Quarterback Davis Mills warf den Lederball aus 28 Yards und wurde von mehreren Verteidigern in Richtung Endzone verzweifelt umzingelt; Dort konnte Teamkollege Jordan Akins zwischen drei Kontrahenten den Ball aus der Luft pflückten. Es war ein wunderbarer Fang. Die Texaner gewannen das Spiel mit einer erfolgreichen Zwei-Punkte-Umwandlung – erneut von Mills auf Akins – zum Ausgleich mit 32:31 vor Schluss.

Es war ein Wunder, denn mit diesen beiden Pässen warfen die Texaner buchstäblich das Recht auf die erste Stimme bei der Talentmesse im April weg. Die Entwurfsreihenfolge wird basierend auf der Bilanz der letzten Saison bestimmt. Mittelfristig wäre es für die Texaner klug, ein für diese Saison bedeutungsloses Spiel zwischen zwei schrecklichen Mannschaften zu verlieren – Absteiger gibt es in der amerikanischen Profiliga NFL bekanntlich nicht. Während diese Art der Übung im US-Sport keine Seltenheit ist, wird sie in anderen Ligen auch als „Tanking“ bezeichnet. Verlieren Sie absichtlich, um die Draft-Position zu verbessern.

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Die Texaner widersetzten sich diesem Trend mit ihrer Entschlossenheit zu gewinnen, und was passierte, war auch für die NFL von Bedeutung. Denn die Liga ist mal wieder grausam und wird verdächtigt, Geldsparen über Konkurrenz und Gesundheit der Spieler zu stellen. Nach dem Herzinfarkt von Buffalo-Profi Dammer Hamlin am Vortag war ein ereignisloses Wochenende entscheidend für den Ruf der Liga. Es brauchte Spiele, in denen alle bis zum Ende gingen. Und wie so oft in der NFL war es diesmal einer, der immer abliefert: die Spieler auf dem Feld.

Denn nicht nur die Texaner agierten an diesem Wochenende respektabel, ohne ans Tanken zu denken. Die Detroit Lions erfuhren kurz vor ihrem Spiel bei den Green Bay Packers, dass sie keine Chance auf die Playoffs hatten; Mit einer Niederlage würden sie in der Talentmarkt-Rangliste um drei Plätze aufsteigen. „Natürlich geht es um etwas, auch wenn es nicht mehr ist wir sind Tritt in die Playoffs ein. Es geht darum, sie zu zerstreuen“, sagte Lions-Trainer Dan Campbell vor dem Spiel – so spielte sein Team: frech und mutig.

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Der in Deutschland geborene Passempfänger Amon-Ra St. Brown stand schon immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Einmal sicherte er sich einen Wurf von Quarterback Jared Goff, indem er den Ball zwischen seine Beine klemmte, ohne den Boden zu berühren; Kurz darauf wurde er in ein Trickspiel verwickelt, bei dem er wie beim Basketball einen Pass sofort an einen Mitspieler weiterleitete. St. Brown fing sechs Pässe und gewann 1.161 Yards, wodurch er der jüngste Receiver in der Geschichte der Lions wurde, der eine 1.000-Yard-Saison streifte. Die Lions gewannen 20-16 und liegen nun in jeder Runde vier Plätze hinter den Packers, die sie in den Playoffs verärgerten.

Oder die Washington Commanders: Sie gewannen 26:6 gegen die Dallas Cowboys, ließen in der ersten Playoff-Runde keine Chance auf ein Freilos oder zumindest Heimvorteil und treffen am kommenden Montag auf die Tampa Bay Buccaneers. Ein Verlust – der damit gerechtfertigt sein könnte, dass Washington über eine Reserve an Quarterbacks verfügt – hätte die Commanders in der Draft-Rangliste um drei Plätze nach oben gebracht. Die klare Ansage jedoch: Kein Tanken, endlich Vollgas.

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Natürlich gab es auch kurzfristig relevante Spiele: Die Miami Dolphins beispielsweise schlugen die New York Jets kurz vor Schluss mit 11:6 und sicherten sich damit nach einer kurzen Krise ihren ersten Playoff-Auftritt seit 2016 und spielen gegen die Buffalo Bills Natürlich trugen sie zu dem emotionalen Wochenende bei. : Vor einer Woche hatte ihre Spielerin Damar Hamlin auf dem Feld einen Herzinfarkt erlitten. Er ist gesund, aber in einem kritischen Zustand. Viele fragten sich, wie das Team auf Widrigkeiten reagieren würde. Antwort: Nyheim Hines hat buchstäblich im ersten Spielzug den Anstoß eines Gegners 96 Yards weit in die Endzone getragen – ein unglaubliches Signal an die Menge: Wir sind da und wir wollen spielen! Eine Botschaft, die stellvertretend für alle NFL-Teams stand.

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