Nacht der Wissenschaft lockte 200 Besucher an Umweltcampus Birkenfeld

Geist der Forschung
:
Großer Andrang beim Wissenschaftsabend in Birkenfeld

Mehr Besucher als in den Vorjahren bei der UCB-Veranstaltung.

Der Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) freute sich über knapp 200 Anmeldungen zur Science Night. „Diesmal haben wir mehr Besucher als in den Vorjahren. 200 Anmeldungen sind eine beachtliche Zahl für eine Veranstaltung dieser Art“, erklärt Kerstin Görtz, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Campus. „Für die Veranstaltung werden Professoren, die an einem Forschungssemester teilnehmen, eingeladen, ihre neuesten Erkenntnisse vorzustellen“, erklärt Görtz. “Themen werden automatisch aktualisiert.”

Professor Peter Fischer-Stabel eröffnete die Vortragsreihe mit seinem Vortrag zur Darstellung dynamischer Umweltprozesse in Form von Diagrammen, Karten und Animationen. An verschiedenen Beispielen, wie den massiven Niederschlägen in Arthal 2021 oder der Erosionsentwicklung in der Saarschleife, zeigte er, wie sich Landschaften über Raum und Zeit verändern.

Anschließend ging Professor Dirk Löhr auf die neue Grundsteuer ein. Er verglich die unterschiedlichen Modelle von Bundesland zu Bundesland und machte Vorhersagen, wie sie sich auf das zukünftige Stadtbild auswirken könnten: Ein mögliches Szenario wäre, dass Städte dichter bebaut werden.

Sollen in Deutschland im Jahr 2050 überwiegend Sonnen- und Windenergie genutzt werden, müsse Wasserstoff als alternative Energiequelle für diese wetterabhängigen Systeme genutzt werden, schloss Professor Gregor Hoogers seinen Vortrag. Zuvor hatte er einige Wasserstoffherstellungsverfahren und deren Anwendungsmöglichkeiten als Chance für eine nachhaltigere Energieversorgung erläutert.

Im abschließenden Vortrag des Abends ging Professor Tilman Cossack auf die Versorgungssicherheit in Deutschland ein, die aufgrund fehlender Erdgaslieferungen aus Russland nun auf neuen gesetzlichen Grundlagen ruht. Betreiber von Energieversorgungsnetzen sind laut Gesetz für die ausreichende Versorgung ihrer Kunden verantwortlich. In Notfallsituationen können jedoch bestimmte Kunden bevorzugt werden, beispielsweise Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Einige Besucher vermissten den direkten Austausch. Abiturient Julian Kessler zum Beispiel hätte danach gerne ein persönliches Gespräch mit einem Professor gehabt, aber das ist nicht passiert. „Die Vorlesungen selbst haben mir gut gefallen, vor allem weil sie angenehm kurz waren. Einige Themen habe ich allerdings nicht verstanden und hätte noch ein paar Fragen.“ Luca Hartkorn interessierte sich für nachhaltige Transformation und hoffte auf eine wissenschaftliche Kontroverse. „Leider habe ich vom Austausch in der großen Runde nicht genug bekommen“, bemerkt die Studentin und fügt hinzu: „Ich finde es aber gut, dass die Forscher an diesem Abend eine Bühne bekommen haben, um ihre Ergebnisse vorzustellen. Ich werde die Veranstaltung wieder besuchen.“

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