Mehr als elf Jahre Haft für Ex-Starunternehmerin Holmes – Wirtschaft

– Elizabeth Holmes wurde einst als Selfmade-Milliardärin gefeiert. Nun ist es mit seinem Kartenhaus vorbei: Der 38-Jährige verbüßt ​​eine langjährige Haftstrafe wegen Betrugs.

Die frühere amerikanische Model-Nationalspielerin Elizabeth Holmes ist wegen Betrugs zu mehr als elf Jahren Haft verurteilt worden. Richter Edward Davila verkündete gestern in San Jose die 135-monatige Haftstrafe.

Holmes wollte mit ihrem Bluttestunternehmen Theranos die Pharma- und Gesundheitsbranche revolutionieren – doch dieses Versprechen stellte sich als falsch heraus. Im Januar befand eine Grand Jury den 38-Jährigen des vorsätzlichen Betrugs von Investoren für schuldig.

Holmes will Berufung einlegen

Das Urteil ist ein schwerer Schlag für Holmes. Seine Anwälte hatten eine Höchststrafe von 18 Monaten Gefängnis und ansonsten Hausarrest und Gemeinschaftsstunden als Strafe gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte von mindestens 15 Jahren Haft gesprochen. Laut Gesetz hätte Holmes zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt werden können. Laut amerikanischen Medien hat sie bereits angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Er muss seine Strafe nicht vor dem 27. April 2023 antreten.

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Der Prozess gegen Holmes, der es einst als Hoffnungsträger für Innovationen in der Tech-Hochburg Silicon Valley auf die Titelseiten amerikanischer Wirtschaftsmagazine schaffte, sorgte in den USA für Aufruhr. Der Aufstieg und Fall des ehemaligen Business-Stars wurde in Podcasts diskutiert und in der TV-Serie The Dropout verfilmt. Holmes hat die Betrugsvorwürfe immer bestritten und besteht darauf, dass sie wirklich an die Theranos-Technologie glaubt. Richter Davila sagte, sein Versäumnis, sich schuldig zu bekennen, habe ihn bei der Festsetzung seiner Strafe voreingenommen.

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4,5 Milliarden Dollar – auf dem Papier

Holmes verließ die Stanford University 2003 im Alter von 19 Jahren, um Theranos zu gründen. Das Startup verspricht, Bluttests mit einer revolutionären Technologie zu vereinfachen, die in nur wenigen Tropfen entnommen werden kann. Die Investoren waren begeistert und bewerteten Theranos zeitweise mit fast neun Milliarden Dollar. Holmes war zumindest auf dem Papier etwa 4,5 Milliarden Dollar wert. Der Firmengründer wurde auf Titelseiten von Zeitschriften und auf Konferenzen als erfolgreicher Selfmade-Milliardär gefeiert.

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Doch dem rasanten Aufstieg folgte ein spektakulärer Absturz: 2015 ließ ein investigativer Bericht des Wall Street Journal ernsthafte Zweifel an der Technologie von Theranos aufkommen. Obwohl Holmes zunächst alle Vorwürfe abstritt, ging sein Kartenhaus weiter. Eine Reihe anderer investigativer Artikel entlarvte die Erfolgsgeschichte schließlich als Schwindel. Tatsächlich funktionierte die angebliche Innovation von Theranos nicht, stattdessen setzte das Unternehmen offenbar heimlich auf herkömmliche Testmethoden. Betrugsvorwürfe wurden 2018 erhoben.

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