Lothar Wieler verlässt das Robert-Koch-Institut – Politik

Der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wheeler, tritt zurück. Das Berliner RKI hat angekündigt, seine Arbeit zum 1. April abzugeben. Dies sei „auf eigenen Wunsch“ geschehen, Wheeler will sich wieder mehr der Forschung und Lehre zuwenden. Der 61-jährige Mikrobiologe leitet das RKI seit März 2015. Im Jahr Als der Ausbruch Anfang 2020 eintraf, war er zu einem der Hauptaspekte der Krise geworden.

Auf dem Höhepunkt der Corona-Epidemie informierte Wheeler wöchentlich über das Virus, zunächst mit Bundesgesundheitsminister Jens Spann (CDU), später mit seinem Nachfolger Karl Lauterbach (SPD). Es sei ein “großes Privileg”, in Krisenzeiten in einer so verletzlichen Position zu arbeiten, teilte der scheidende RKI-Chef schriftlich mit. Allerdings kämpfte Wheeler während seiner Amtszeit auch mit einer für einen Wissenschaftler ungewöhnlichen öffentlichen Rolle: Immer wieder beschwerte er sich über eine aus seiner Sicht unangemessene mediale Berichterstattung über die Epidemie – etwa wenn es zwischen ihm und seinen Chefs Spahn und später Lauterbach zu Meinungsverschiedenheiten kam. . Darüber hinaus wurden Wheeler und seine Familie nicht nur im Internet Ziel von Angriffen und Drohungen.

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Was Wheeler als nächstes tun wird, wurde am Mittwoch nicht bekannt gegeben. Die Leitung des RKI wurde noch nicht bekannt gegeben. Sein bisheriger Stellvertreter Lars Schade wird das Institut für die Übergangsphase leiten. Bundesgesundheitsminister Lauterbach sagte, Lothar Wheeler habe während des Ausbruchs „bemerkenswerte Leistungen erbracht“. Bedauere die Kündigung. Ohne Weiler “wäre Deutschland viel schlechter durch diese Pandemie gekommen.”

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Im Kampf gegen Corona hat sich Wheeler immer für Vorsichtsmaßnahmen eingesetzt und die Bedeutung von Masken und Abstandsregeln beschworen. Wheeler verteidigte seine Überzeugung treu: Im Sommer 2021 gab es einen öffentlichen Protest mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der die Werte der Risikozahl unterstützte. Neuinfektionen von 100.000 Einwohnern in sieben Tagen – weniger Bedeutung beizumessen als bisher. Auch um Lauterbachs Nachfolger kam es zu Ausschreitungen. Lauterbach und Wheeler machten sich gegenseitig Vorwürfe, als Anfang 2022 wegen einer Kommunikationsstörung über Nacht die Vergabe von Recoveries wegbrach und tausende Menschen in Deutschland den 3G-Standard nicht erfüllten.

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Wheelers Abgang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Experten den Ausbruch für beendet erklärt haben und vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Über die Corona-Politik herrscht noch Uneinigkeit: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat ein Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr gefordert. Karl Lauterbach wies diesen Antrag zurück: „Vielleicht wird die Maskenpflicht noch vor April aufgehoben“, sagte Lauterbach. Stern. Im Moment sei es „noch zu früh“.

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