Jan Böhmermann: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist scheiße“

Aussicht Jan Böhmermann

“Öffentlicher Rundfunk nutzlos”

Eine öffentliche Sendung Eine öffentliche Sendung

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei eine „tolle Idee“, sagt Jan Böhmermann – „in der Tat“.

Quelle: dpa/Christophe Gateau

Moderator Jan Böhmermann hat im „ZDF Magazin Royal“ den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisch unter die Lupe genommen. Die Rundfunkanstalten müssen reformiert werden, damit sie „starke und unabhängige Träger der Macht- und Wissenskritik“ bleiben.

DEr warf ZDF-Moderator Jan Böhmermann Fehlentwicklungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor. Angesichts der vielen Skandale, über die in den vergangenen Monaten berichtet wurde, sagte Böhmermann am Freitagabend im „ZDF-Magazin Royal“ einen provokativen Satz: „Öffentlicher Rundfunk wertlos.“ Unter anderem verwies er auf RBB-Geschäftsführerin Patricia Schlesinger, Affäre. Mangelnde Transparenz über das geschäftliche Engagement des Mannes und ein Bericht über den Dienstwagen des BR-Intendanten führten später zum Rücktritt des MDR-Intendanten.

„Ich äussere mich heute in der Sendung rein als Privatperson und nicht als Moderator der ZDF-Sendung“, sagte Böhmermann und bezog sich dabei offenbar auf ARD-Chef Tom Buhrow, der sich kürzlich ähnlich zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geäußert hatte. (ORR) gefordert hatte. „Ich liebe öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ich atme öffentlich-rechtlichen Rundfunk, öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist so eine tolle Idee – wirklich“, fuhr Bohrmann fort.

„So wie es jetzt ist, tut es weh“, sieht ÖRR. Die aktuelle Debatte biete ÖRR-Gegnern wie der AfD „die perfekte Gelegenheit zum Abschluss“. Viele Leute finden ÖRR „dumm“, weil es schwer zu kontrollieren ist. Deshalb arbeiten die “totalitären Narren” seit Jahren daran, den ÖRR zu “beenden und abzuschaffen”. Böhmermann beschuldigte auch den Axel-Springer-Verlag, zu dem WELT gehört. In der Sendung zitierte er unter anderem mehrere WELT-Artikel, die sich kritisch mit ARD und ZDF auseinandersetzen.

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WDR-Intendant Tom Buhrow (rechts) und der ehemalige ARD-Journalist Frank Schweikert, der ein Gastkommentar zur Reform des ÖRR verfasst hat.

Bei seinem eigenen Sender ZDF kritisierte Böhmermann unter anderem, dass er das Lob für den Rapper Danger Dan, in dem er AfD-Anhänger als „Vollidioten“ bezeichnete, zu kurz gestrichen habe. Böhmermann bewies, dass der ZDF-Vorstand, dem mehrere Ministerpräsidenten angehörten, nicht weit vom Staat entfernt war. Zudem sind die Regulierungsbehörden der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht ausreichend divers.

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„Die Kiste steht im Dampf“, sagte Böhmermann und nannte mehrere Vorwürfe gegen die Sender, etwa eine zu hohe Abfindung für einen BR-Intendanten oder ein „Klima der Angst“ beim Kieler NDR. Bohmerman warf den Verantwortlichen vor, die Probleme nicht angemessen anzugehen. „Ich kann diese Systemwartungsreflexe nicht mehr ertragen“, sagte er. Der ÖRR „braucht eine Reform, damit er ein starkes und eigenständiges Instrument der Aufklärungs- und Machtkritik ist“, forderte der Moderator.

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