Isolationspflicht in Bayern fällt – Corona-Pandemie vorbei?

Wer in Bayern lebt und einen positiven Corona-Test hat, muss sich so schnell nicht selbst isolieren. Ab dem 16. November besteht keine Quarantänepflicht. Diesen Schritt wollen die Gesundheitsminister von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein gemeinsam gehen. Aus ihrer Sicht muss die Epidemie neu behandelt werden, jemand wird sich anstecken. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnt das Vorhaben der vier Bundesländer ab.

Masken statt Isolationspflicht für Corona-positive Fälle

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Hollescheck (CSU) sagte dem BR, die Epidemie befinde sich in einer neuen Phase. „Deshalb gehen wir jetzt diesen wichtigen Schritt, um Verantwortung für Corona zu übernehmen. Wir planen, die Isolation wie jetzt aufzuheben, aber zusätzliche präventive Maßnahmen aufrechtzuerhalten, zum Beispiel für gefährdete Gruppen. Insbesondere: Alle, die krank sind. Bleiben Sie dran künftig zu Hause und andere positiv getestete Personen außerhalb ihres Wohngebietes müssen eine Maske tragen Diese Lockerung basiert auf der Meinung staatlicher Ämter und vieler Experten.

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Statt zur Isolation gezwungen zu werden, wollen die Länder künftig auf vorbeugende Maßnahmen setzen. Das bedeutet, dass für positiv Getestete eine eingeschränkte Maskenpflicht gelten kann. Details werden derzeit bearbeitet. Bislang mussten positiv Getestete in Deutschland für fünf bis zehn Tage isoliert werden – je nachdem, ob und wie lange sie Symptome hatten.

Infektiologe: „Corona ist nicht mehr so ​​gefährlich wie zu Beginn“

Infektionsforscher Christoph Spinner vom Klinikum Rechts der Essar in München sagte gegenüber BR24live, es gebe aus medizinischer Sicht „viele gute Argumente“ für den Umzug. Corona sei “nicht mehr so ​​gefährlich wie zu Beginn der Epidemie”. Die Sterblichkeit fiel unter 0,1 Prozent. In Deutschland haben 95 Prozent der Menschen Antikörper. Vor allem bei älteren und chronisch Kranken wurde jedoch die zweite Auffrischimpfung eingeführt.

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Löschung „technisch nachweisbar“

Laut Professor Christian Weidner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, hat sich die Corona-Situation deutlich verändert. “Das Immunsystem in der Bevölkerung ist jetzt gut.” Infektionen mit Omicrons führen oft zu leichten Symptomen, aber meist nicht zu schweren Verläufen. Der Virologe Professor Oliver Kepler von der Universität München sagte, die Aufhebung der generellen Isolationspflicht sei „technisch korrekt“.

Bayern hat angekündigt, schutzbedürftige Mitglieder der Gesellschaft, die keine ausreichende Immunität entwickelt haben, weiterhin zu schützen. So gibt es beispielsweise onkologische Abteilungen in Krankenhäusern, in denen Arbeits- und Einreisebeschränkungen für Corona-Infizierte in gefährdeten Gruppen angesiedelt waren.

Lauterbach kritisierte die Pläne des Landes zur Zwangsisolation.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat die Pläne der vier Bundesländer kritisiert, die Isolationspflicht für mit dem Coronavirus Infizierte aufzuheben. „Das kommt zu einem unpassenden Zeitpunkt und wird nicht die Zustimmung der Bundesregierung erhalten“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Er sprach von Irrtum und warnte vor einem „Flickenteppich“ unterschiedlicher Ausschlussgesetze über Bundesländer hinweg.

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„Es gibt auch keinen medizinischen Grund, jetzt auf die Isolationspflicht zu verzichten“, sagte Lauterbach. In Vivid sterben wöchentlich etwa 1.000 Menschen, von denen einer „wahrscheinlich einem schweren Wintersturm“ ausgesetzt ist und „am Vorabend einer ansteckenderen Variante“ steht. Daher ist die Übernahme der Ausschlusspflicht nicht wirklich haftbar. Er fügte hinzu, dass der Arbeitsplatz sicher sein sollte und Menschen, die mit der Krankheit infiziert sind, nicht arbeiten dürfen.

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