“Hexenwahn”: Ausstellung im Schlossmuseum Wolfenbüttel zu erleben | NDR.de – Kultur – Kunst

Stand: 22.11.2022 06:00 Uhr

Die Sonderausstellung „Hexenwahn – Glaube.Macht.Angst“ im Schlossmuseum Wolfenbüttel gibt einen Einblick in eine Welt, in der Frauenfeindlichkeit und Frauenfeindlichkeit allgegenwärtig waren.

von Leandra Mörich

25.000 Menschen wurden auf diese Weise getötet, nur das Licht beendete das. Die Ausstellung bietet eine Reise durch die dunkelsten Kapitel der Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit: Geheimnisvoll platziert im Schlossmuseum sind ein Hinrichtungsschwert, ein Hexenstuhl und Folterinstrumente.

Hexerei in der Frühen Neuzeit

Die Regisseurin Sandra Donner beschreibt die schlimmsten Methoden: „Die Hexe musste gestehen, um verurteilt zu werden. Auch dieses Geständnis wurde unter Zwang erpresst, also kamen auch diese Folterwerkzeuge zum Einsatz. Es durfte kein Blut fließen, das war nötig. Aber das bedeutete blaue Flecken.“ . oder Frakturen waren erlaubt.“

Hat zusätzliche originale Rändelschrauben in diesem Exponat Das Schloss wurde nach Wolfenbüttel gebracht. Sie stammen aus Rinteln – der Henker setzte sie dort im 17. Jahrhundert regelmäßig bei seinen Hexenprozessen ein. Die Hand wurde gedrückt, bis der Schmerz unerträglich war. Auch der damalige Kodex, das Buch Hexenhammer, zeige, dass es grausam war, erklärt Donner: „Es ist ein Buch, das sehr viel Frauenverachtung zeigt. wir haben es in der heutigen Zeit auch hier in Norddeutschland erlebt.”

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Hexenjagd-Shows in der Ausstellung „Hexenmad“ in Wolfenbüttel

Das Buch ist eines von 70 beeindruckenden Exponaten im Schlossmuseum – vollgestopft mit Zitaten von Frauenfeinden und Frauen wie: „Die Hexerei des Teufels bewirkt, dass die Hexe unempfindlich gegen jeglichen Schmerz wird, dass sie eher vorher abgezockt wird Sie gibt die Wahrheit zu.” Damals konnte jede Frau beschuldigt werden, eine Hexe zu sein – trotzdem traf sie kaum Männer.Es war eine Zeit voller Chaos: Revolution, Dreißigjähriger Krieg, Klimawandel und Zukunftsangst.Man wollte einen Sündenbock – Hexen.

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Das heutige Bild sei weit entfernt von der Hexe als Sündenbock, erklärt Museumspädagogin Stella Gilfert: „In Kinderbüchern herrscht eine große Moral. Wir haben Harry Potter, Bibi Blocksberg. Charaktere mit großer Bedeutung stehen für Nonkonformität, Unabhängigkeit und dafür einzutreten.“ dich selbst.” Damals war das anders: Wer als Hexe galt, wurde gefoltert und getötet. 25.000 Menschen wurden auf diese Weise getötet und nur das Licht beendete das.

Hasskampagnen im Internet erinnern an moderne Mondjagd

Aber Sandra Donner denkt auch an diese Gegenwart: „Diese Show zeigt, dass sich der Hexenwahn nur so entwickeln kann, weil das Publikum mitgemacht hat, das war eine echte Wegwerfgesellschaft. Davor sind wir auch jetzt nicht gefeit.“

Laut Donner sind es heute keine brennenden Scheiterhaufen mehr. Aber wenn man sich manche Hasskampagnen im Internet ansieht, fühlt man sich wirklich an die heutigen Hexenjagden erinnert. Die Hexenverfolgung gehört hierzulande der Vergangenheit an – doch Hass und Hetze bleiben. Das will diese Sendung klären.

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„Der Hexenwahn“: Erleben Sie die Ausstellung im Schlossmuseum in Wolfenbüttel

Eine Sonderausstellung im Schlossmuseum gibt Einblick in eine Welt voller Angst und Chaos, in der die Menschen einen Sündenbock suchten: Hexen.

Typ:
die Ausstellung
Datum:
Fertig:
Ort:

Schlossmuseum Wolfenbüttel
Schloßplatz 13
38304 Wolfenbüttel

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NDR Kultur | Klassiker des Tages | 22.11.2022 | 06:20 Uhr

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