Görlitz: Schweizerin macht mit Onlineshop weiter

Die Schweizerin macht mit dem Onlineshop weiter

Stephanie Brad hat vor drei Jahren einen Laden in Reichenbach eröffnet und wollte mit einer besonderen Idee den Markt beleben. Jetzt schließen Sie “Cake Interiors”.

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Von Constanze Junghans


3 Minuten

Sie zieht eine Reißleine: Stephanie Brade schließt ihren Laden.  Sie stellt auf einen Onlineshop um und will diesen ab Anfang 2023 betreiben.

Sie zieht eine Reißleine: Stephanie Brade schließt ihren Laden. Sie stellt auf einen Onlineshop um und will diesen ab Anfang 2023 betreiben.
© Constanze Junghans

Stephanie Brede verlässt ihr Geschäft „Cake Interiors“ auf dem Reichenbacher Marktplatz. Es endete nach drei Jahren. Der Laden bleibt bis Weihnachten geöffnet. Ob sein Vermieter, die Kommunale Bau- und Wohnungs-GmbH, einen Nachfolger gefunden hat, ist dem Unternehmer derzeit nicht bekannt. Bevor Stephanie Brad die Räumlichkeiten mietete, war es ein Versandhandel. Nach ihrem Auszug standen die Räume lange Zeit leer – bis die Schweizerin nach erfolgloser Suche in Garlitz einen kleinen eigenen Laden in Reichenbach fand.

Der Duft von handgemachten Seifen, aromatischen Hölzern und ätherischen Ölen zieht durch den Laden. Vor dem Geschäft steht ein Schild, das besagt, dass es ausverkauft ist. Es gibt Rabatte. Kommen und Gehen im Laden, Austausch von Dekorationen, Kerzen, Lampen, Decken, Kissen. Viele Dinge, die das Zuhause verschönern, kommen aus Indien. Es gibt auch einige einzigartige Möbelstücke aus den Niederlanden. Zumindest jetzt noch nicht. Auch wenn es für Stephanie Brad nicht so einfach ist, ihr Geschäft am Market Square zu beenden: Ihre Entscheidung, den Ripcode zu ziehen, liegt auf der Hand. Der 37-Jährige schätzt die Situation ein, da der Laden keine Gewinne erwirtschafte und es eher fraglich sei, ob sich das angesichts künftiger Krisen ändern könne.

Steigende Energie- und Heizkosten spielten für sie kaum eine Rolle, wie sie sagt. “Aufgrund der geringen Größe sind diese Preise überschaubar.” Vielmehr sind die Preise für Mindestbestellmengen bei ihren Lieferanten seit April dieses Jahres weiter gestiegen. „Teilweise kam die bestellte Ware nicht oder nur mit sehr langen Lieferzeiten an“, sagt sie. Weil viele ihrer Produkte aus Indien und damit per Schiff kamen, „kam es weltweit zu Störungen in den Lieferketten“, berichtet Stephanie Brad. Seecontainer waren eine Zeit lang rar, die Ware steckte im Herkunftsland fest.

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Und die Corona-Pandemie hat auch das Geschäft in Mitleidenschaft gezogen. Im Herbst letzten Jahres eröffnete die Schweizerin in ihrem Geschäft ein Mini-Parfüm-Café. Er bot besondere Kaffeesorten und Kekse an – mit dem ungewöhnlichen Ziel, den Marktplatz ein Stück weit aufzuhellen. Denn es gibt viele leere Läden. In einer Umfrage der Stadt wünschten sich einige Anwohner ein Café am Marktplatz.

Aber die Mini-Café-Idee funktionierte nicht. „Nur wenige haben das Angebot genutzt“, sagt die zweifache Mutter. Mit dem Nachweis eines Impf- oder Genesungsnachweises sind die 2G-Regeln nun komplett. Und im Dezember, kurz nach der Eröffnung, „gab es wieder einen Lockdown“, sagt die Innenarchitektin. Gleichzeitig ließ sie ihr Büro hinter einem Vorhang im Laden abtrennen und arbeitete weiterhin als Innenarchitektin für Schweizer Kunden. «Jetzt arbeite ich an einem grossen Projekt in Bern für ein medizinisches Zentrum», sagt sie.

Stephanie Brade erstellt unter anderem Bilder am Computer. Der Laden wurde als zweiter Hauptstützpunkt geführt. Es ist jedoch nicht rentabel, wie die selbstständige Frau, die aus der Schweiz nach Oberlucia gezogen ist. Sie wird sich nicht vollständig verkaufen. Anfang des nächsten Jahres erweiterte die junge Frau ihren Online-Shop. Neben den Dekorationen aus europäischer Produktion wird es auch Materialien geben, mit denen sie sich als Innenarchitektin beschäftigt. Fliesen, Tapeten, Parkett gehören dazu. In Sohland am Rotstein betreibt die vielseitige Unternehmerin zwei Ferienwohnungen auf einem Vierseitenhof, die sie selbst renoviert und eingerichtet hat. In diesem Jahr sind sie abgeschlossen. Stephanie Brad freut sich, dass bereits jetzt großes Interesse an diesen beiden Wohnungen im Naturschutzgebiet Rotstein besteht: „Weihnachten und Silvester sind ausgebucht“, sagt sie.

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