EU: Europas Wirtschaft schrumpft – Wirtschaft

Die Aussichten seien “schlecht”, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Häbeck, als er vor einem Monat über die deutsche Wirtschaft sprach. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2023 um 0,4 Prozent schrumpfen, prognostizierte Habeck damals. An diesem Freitag hat die EU-Kommission ihre neuesten Prognosen für die 27 Länder der Europäischen Union vorgelegt, und das Ergebnis: Die Lage ist schlimmer als die von Habib – in Deutschland und in der gesamten Europäischen Union.

Der zuständige Kommissar Paolo Gentiloni prognostizierte den Deutschen für 2023 einen Rückgang um 0,6 Prozent. Damit steht Deutschland im negativen Sinne an der Spitze der Europäischen Union. Andernorts haben hohe Energiekosten, inflationsbedingte Kaufkraftverluste und kriegsbedingte allgemeine Unsicherheiten tiefe Spuren hinterlassen.

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Aus wirtschaftlicher Sicht befindet sich jedoch die gesamte Europäische Union auf dem Territorium. Die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Krise wird in diesem Jahr für ein Wachstum von 3,3 % sorgen, aber jetzt droht eine Rezession für das letzte Quartal dieses Jahres und das erste Quartal des nächsten Jahres. Anders als die deutsche Wirtschaft soll die europäische Wirtschaft zumindest ganzjährig wachsen. Gentiloni nannte 0,3 Prozent, aber das ist nicht wirklich ermutigend.

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Erst 2024 erhöhen

Bis 2024 sieht die EU-Kommission kein echtes Wachstum. Dann werde auch die Inflation, die Ende dieses Jahres ihren Höhepunkt erreichen werde, deutlich zurückgehen, sagte Gentiloni: von sieben Prozent auf drei Prozent im Jahr 2023. All diese Prognosen basieren jedoch auf der Annahme, dass der Krieg in der Ukraine die Welt nicht weiter in Aufruhr versetzen wird und die Europäische Union ihre Energiekrise in den Griff bekommt.

Paolo Gentiloni war verwirrt, als er nach einer allgemeinen Vision für die europäische Wirtschaft gefragt wurde. Der Italiener sagte, er wolle das Wort „Deindustrialisierung“ nicht verwenden und habe dies auch getan, aber die Kommission höre sicherlich auf Warnungen aus der Wirtschaft. Hohe Energiepreise, beispielsweise im Vergleich zu den USA, sind ein klarer Wettbewerbsnachteil. Deshalb müsse die EU dringend ein „stärkeres gemeinsames Vorgehen“ finden, um die Kosten zu senken. Am Freitag diskutierten Diplomaten aus 27 Ländern erneut über die Gaspreisobergrenze. Die EU dreht sich in dieser Frage seit Wochen im Kreis.

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