Dax legt deutlich zu – Zurück über 14400 Punkte

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa

NNach durchwachsenen Handelstagen steuert der Dax am Freitag auf einen starken Wochenausklang zu. Nach einem schwungvollen Start erreichte der deutsche Leitindex zur Mittagszeit die Marke von 14.400 Punkten, die er Anfang dieser Woche erstmals seit Monaten überbot. Zuletzt legte er um 1,18 Prozent zu und erreichte 14.434,52 Punkte. Laut Börsianern gibt es aber keine großen Kurstreiber, die das Kursbarometer in noch höhere Höhen treiben könnten.

Nach einem Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber den Tiefständen Ende September hat in dieser Woche die Aufholjagd zum Dax begonnen. Die Rally schwächte auch viele andere Weltbörsen. Börsenmakler sprechen mittlerweile von überkauften Niveaus. Auch in den Vereinigten Staaten wachsen die Zweifel, dass die US-Notenbank das Tempo ihrer Zinserhöhungen tatsächlich verlangsamen könnte – genau die Hoffnung, die in den letzten Wochen durch eine Rally der internationalen Wirtschaftszentren geschürt wurde.

Allerdings, so Jürgen Molner von RoboMarkets, scheint Dax dieser Tage nicht wirklich „zusammengebrochen“ zu sein. Eine echte Besserung lässt noch auf sich warten. Christian Heinke vom Broker IG sprach von „Engpässen“. Einerseits fehlen Folgekäufe, andererseits wollen Investoren nicht verkaufen. Auf Wochensicht zeichnet sich für den deutschen Leitindex nun ein ordentliches Plus von rund anderthalb Prozent ab.

Auch der MDax für Midcap-Werte notierte nach frühen Kursverlusten am Freitag zuletzt um 0,68 Prozent auf 25.682,00 Punkte im Plus. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,56 Prozent auf 3938,92 Punkte.

Mit dem Ende der Berichtssaison auf Unternehmensseite standen nur noch Zahlen aus der hinteren Reihe der Börse auf der Tagesordnung. Daher konzentrierten sich die Anleger hauptsächlich auf Analystenstudien.

Im Dax erlitten SAP-Papiere einen Schlag, die Aktien beendeten den Index mit einem Minus von 1,6 Prozent. Hier wirkte sich ein Votum der Experten von Jefferies negativ aus, das um zwei Punkte von „Kaufen“ auf „Underperform“ zurückging. Analyst Charles Brennan sieht die mittelfristigen Ziele gefährdet, da das Management des Softwarekonzerns auf die schwache Konjunktur mit verschärften Kostenkontrollen reagiert. Sorgen bereiten ihm auch die hohen Bewertungen, die SAP-Aktien zu den teuersten der Branche machen.

Auch die Versorger waren stark. Hier stützte unter anderem eine positive Studie der Societe Generale den Eon-Titel mit einem Plus von 2,4 Prozent. Die seit dem Vortag stark laufende Aktie des Triebwerksherstellers MTU legte um 2,3 Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit drei Monaten. Nach einem vom Markt begeistert aufgenommenen mittelfristigen Ausblick hoben viele Analystenhäuser ihre Kursziele an. Mercedes-Benz führte den DAX um 2,6 Prozent an, und einige Anleger könnten den jüngsten Kursrutsch genutzt haben.

Im MDax war Knorr-Bremse mit einem Aufschlag von zweieinhalb Prozent gefragt, nachdem die Experten von Oddo BHF zuvor eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatten. Der Hersteller von Bremssystemen dürfte von steigenden Preisen im Lkw-Geschäft profitieren, argumentierte Analystin Delphine Brault. Langfristig sind das zunehmende Schienensegment und die Automatisierung die treibenden Kräfte.

Die im Index der kleineren Werte SDax gelisteten Sto-Aktien verloren nach der Vorlage von Daten für neun Monate 0,4 Prozent. Der Dämmstoff- und Farbenhersteller konnte unerwartet schwachen Umsätzen aufgrund von Preiserhöhungen entgegenwirken. Während der Umsatz stieg, ging das Konzernergebnis aufgrund stark gestiegener Kosten zurück.

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