Corona: WHO präzisiert Zahlen zur Übersterblichkeit in Deutschland

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WHO präzisiert Schätzungen zur Übersterblichkeit – neue Berechnungen für Deutschland

Corona-Todesfälle in Bayern Corona-Todesfälle in Bayern

Bei der Neuberechnung der Übersterblichkeit in Deutschland wurde auch die wachsende Zahl der über 80-Jährigen berücksichtigt.

Quelle: dpa/Julian Stratenschulte

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Die WHO hat ihre Schätzungen zur Übersterblichkeit in den Corona-Jahren 2020 und 2021 revidiert. Demnach war die Übersterblichkeitsrate deutlich höher als die offiziell gemeldete Covid-19-Todesrate. Einige Länder waren besonders betroffen. Deutschlands Statistiken sind ganz anders.

DEiner Einschätzung zufolge lag die globale Übersterblichkeitsrate in den ersten beiden Jahren der Pandemie 2020 und 2021 deutlich über der offiziell gemeldeten Zahl der Todesfälle durch Covid-19. Besonders groß war die Diskrepanz in Ländern mit mittlerem Einkommen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Fachblatt „Nature“ berichtet. Demnach sind etwa 14,83 Lakh mehr Menschen gestorben als erwartet, weil in zwei Jahren keine Epidemie auf der Welt aufgetreten ist. Die WHO hat im Mai bereits 14,9 Millionen weitere Todesfälle gemeldet. Sie hat die Analyse nun für die Veröffentlichung in Nature verfeinert.

Für Deutschland hat das Datenanalyseteam der WHO die ursprüngliche Schätzung neu berechnet und kam zu dem Schluss, dass es in den zwei Jahren mehr als 122.000 bis 195.000 Todesfälle gab. Eine Studie der Universität Duisburg-Essen berücksichtigte auch die demografische Entwicklung im Jahr 2020 und kam zu dem Schluss, dass ein Teil der zusätzlichen Todesfälle auf die wachsende Zahl der über 80-Jährigen zurückzuführen sei.

Länder mit mittlerem Einkommen in Südamerika waren besonders von der hohen Übersterblichkeit betroffen, wie die Weltgesundheitsorganisation in “Nature” berichtet. Peru hatte fast doppelt so viele Todesfälle wie erwartet. In Mexiko, Bolivien und Ecuador lag die Zahl um 50 Prozent höher.

Weltweit ist die Sterblichkeitsrate zweieinhalb Mal höher

In ärmeren Ländern sei die Übersterblichkeit nicht so hoch, weil ihre Bevölkerung im Allgemeinen jünger sei und daher weniger Menschen an Covid-19 starben, heißt es in der Analyse weiter.

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Weltweit war die Übersterblichkeit zweieinhalb Mal höher, als es allein die gemeldeten Covid-19-Todesfälle vermuten lassen würden: Ende 2021 wiesen die WHO-Statistiken 5,4 Millionen Covid-19-Tote aus. Die aktuell veröffentlichte Zahl von 14,83 Millionen umfasst jedoch auch Todesfälle mit nicht diagnostizierter Todesursache, Todesfälle von Patienten mit Verdacht auf eine Infektion, die jedoch nicht getestet wurden, und Todesfälle von Menschen mit kranken oder verletzten Patienten, die nicht rechtzeitig behandelt wurden. Das Gesundheitssystem ist möglicherweise überlastet.

In einem Kommentar in Nature von Enrique Acosta vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) sollten die Zahlen mit Vorsicht betrachtet werden, da nur 37 Prozent der Länder monatliche Daten zu allen Todesfällen haben. 43 Prozent der Länder haben keine Daten vorgelegt. Statistiker mussten also davon ausgehen, dass Acosta zeitweise problematisch war.

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