Brasilien-Wahlergebnis: Gravierende Folgen für Deutschland

Guten Morgen lieber Leser

“Jetzt ist es gut gelaufen.” Fast jede Woche gibt es nun einen Grund für diese sieben Worte der Erleichterung. Wir leben in schwierigen Zeiten, und der Maßstab für Erfolg hat sich geändert. Noch heizt der Kessel, in der Ukraine gab es noch keine Nuklearkatastrophe, die Corona ist am Schwinden, die Sabotageangriffe auf Pipelines und Bahnkabel sind zurückgegangen. Mit einem blauen Auge davongekommen: So sehen Siege heute aus.

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In diesen Stunden können wir für Brasilien aufatmen, Wo der makellose Faschist Jair Bolsonaro Die Wahl auf den linken Gegner Lula da Silva Um Haaresbreite verloren. Wir müssen jedoch jeden Tag unsere tiefen Atemzüge erneuern. Der Verlierer wird das Feld sicher erst räumen, wenn der Umzugswagen voll beladen den Präsidentenpalast verlässt und wir den ehemaligen Präsidenten im Fahrerhaus sehen können. Bis dahin warten wir besser bis zur letzten Minute auf schmutzige Tricks, Putschversuche und Gewalt. Bolsonaros großes Vorbild, Donald Trump, Er tat dies in vorbildlicher Weise vor seinem Ausscheiden aus dem Amt und genoss einen Sturm im Kapitol. Das Skript ist portabel. In Brasilien könnte das Ergebnis sogar noch schlimmer ausfallen.

Auch ohne einen Putsch oder eine bürgerkriegsähnliche Situation wird der neu gewählte Präsident Lula in Schwierigkeiten geraten. Die Feindseligkeit zwischen den Lagern sitzt tief. Die Hälfte der Wähler wählte Bolsonaro. Seine Partei ist die größte in beiden Häusern. Obwohl dies vielen nicht reicht, ist Bolsonaros Einfluss immer noch riesig. Seine Rückkehr bei der nächsten Wahl ist einfach. Sonnige Zeiten sind nicht im Haus – Das gilt auch für uns im fernen Europa.

Dass die Sicherheit Deutschlands durch den Hindukusch geschützt wird, ist umstritten. Leider ist das deutsche Klima auch in Brasilien Realität zu erwarten. Dass Amazonas Becken Es sind die Regionen der Erde, die einen besonderen Einfluss auf das Klima und den Klimahaushalt haben. Zunehmende Ungleichheit Bewegung bedeutet nicht, dass wir seit Beginn der Industrialisierung klimaschädlichen Müll in die Atmosphäre pusten, als gäbe es kein Morgen. Aber der Niedergang des Regenwaldes kann dem aktuellen Zerstörungstrend einen deutlichen Schub geben.

In dieser Hinsicht war Bolsonaros Amtszeit ein totales Desaster. Er war nicht nur Zeuge der illegalen Schläge und Verbrennungen, sondern ließ dies auch so weit wie möglich geschehen. entfernt Zerstörungskampagne im Amazonasbecken Jetzt muss Präsident Lula festgenommen werden. Auch das ist keine leichte Aufgabe. Doch die Rückkehr der Banditen und ihres Gottes Bolsonaro ist noch lange nicht vom Tisch. Die Politik in Europa muss daher Antworten finden, wie mit einer existenziellen Bedrohung umzugehen ist, die geografisch so weit entfernt und so verantwortungslos erscheint, uns aber dennoch betrifft, als käme sie vor unserer Haustür.

Was also tun? Auf den ersten Blick scheint das Thema ganz einfach: Wer sich nicht am Klimaschutz beteiligt, wird bestraft. EIN Ein lukratives Geschäft So kann beispielsweise das Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Handelsblock, dem Brasilien angehört, nur umgesetzt werden, wenn der Waldschutz gewährleistet ist. Das ist einer der Gründe, warum der seit Jahrzehnten verhandelte europäische Mega Deal die Hürde der Ratifizierung noch nicht genommen hat. Nun, da die Bolsonaro-Krise endgültig vorbei zu sein scheint, warten Politiker in Brüssel und in ganz Europa darauf, dass der Deal endlich abgeschlossen wird. Das ist ein großer Schlag für die Wirtschaft und das Wachstum hier und da. Und eine steigende Produktion bedeutet nicht nur mehr Abfall: Brasilien hat ein riesiges Potenzial für saubere Energie und grünen Wasserstoff.

Doch um einen Blick auf die Antriebskräfte bei der Umsetzung der Klimaziele zu werfen, muss man die Perspektive etwas verschieben. Selbst die mächtige Europäische Union kann eine so großherzige Handelsvielfalt nicht schaffen. Die Gewerkschaft selbst steht unter Druck. Unsichere Lieferketten Doch die Hemmnisse durch die Corona-Epidemie müssen mit der Übermacht Chinas zusammenhängen. in dem Energieversorgung Es ist dasselbe: Europa braucht viele verschiedene Quellen und Abhängigkeiten von Russland. Diversität Es ist also an allen Fronten wichtig. Ohne wirtschaftliche Schwergewichte wie Indien und Brasilien werden sie nicht weit kommen. Der Hebel, den Sie mit Nachdruck auf ideologische Umweltanliegen setzen wollten, scheint plötzlich kurz.

Deshalb gehören Klimapolitik und strategische Wirtschaftspolitik in einen Topf. Man kann das eine nicht ohne das andere planen. Dies ist kein harmonischer Prozess. Leider muss man sich auf einen schmutzigen Kompromiss einstellen: Nicht jeder Widerspruch zwischen Klima und Handel, zwischen Versorgungssicherheit und sauberer Produktion lässt sich auflösen.

Am Ende braucht es dringend klare Richtlinien. Die Klimapolitik sollte die erste Priorität sein, nicht die zweite, denn jetzt brennt das Nest. Hierzulande scheinen es weder die Kanzlerin noch der Bundespräsident noch der Oppositionsführer zu verstehen, anders ist die Zurückhaltung nicht zu erklären. Zweitens können Sie problematische Abhängigkeiten nicht beseitigen, aber Sie können sie verteilen. Ein paar radikale populistische Indien, Hilfe für das kriselnde Brasilien, ein Biss aus dem mörderischen Saudi-Arabien und die Solarzellen der geopolitischen Krake in Peking: Dieses Potpourri mag moralisch krank machen, aber der Einfluss einzelner Handelspartner kann abnehmen. Wenn Sie Geschäfte mit vielen Ländern tätigen.

Aber damit das funktioniert, müssen die EU-Regierungen endlich koordiniert handeln und zusammenarbeiten. Wichtigster Ansprechpartner für dieses Wissen ist die Bundeskanzlerin. Olaf Scholz, Er hält sich für den besten Koch Und er kocht lieber seine eigene deutsche Suppe. Sie ist der Maßstab, an dem Erfolg oder Misserfolg der Klimapolitik gemessen werden sollte, alles andere ist zweitrangig. Es wird sowieso gefährlich heiß. Aber unsere Kinder sollten zumindest sagen können, dass die Dinge richtig waren.

Eine öde Gegend im Amazonasgebiet.
Eine öde Gegend im Amazonasgebiet. (Quelle: Fernando Souza/ZUMA Press Wire/dpa/dpa-images)

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