Attendorn: Briefe wiesen früh auf gefangenes Mädchen hin

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Aufseher: Die Briefe deuteten schnell auf ein inhaftiertes Mädchen hin

Eine junge Frau soll seit etwa sieben Jahren in einem Haus in Atender eingesperrt sein. Eine junge Frau soll seit etwa sieben Jahren in einem Haus in Atender eingesperrt sein.

Eine junge Frau soll seit etwa sieben Jahren in einem Haus in Atender eingesperrt sein.

Quelle: Markus Klumper/dpa

Könnte das Mädchen, das jahrelang in Attendorn im Sauerland inhaftiert war, früher entlassen werden? Untersuchungen zeigen, dass mysteriösen Hinweisen nicht richtig gefolgt wird.

ichIm Fall eines jahrelang in Geiselhaft gehaltenen Mädchens in Atendorn (Sauerland) erhielt das Jugendamt nach dpa-Informationen erstmals im Herbst 2020 einen mysteriösen Brief, der auf ein achtjähriges Kind hinwies. :

Der Text bestand aus ausgeschnittenen Buchstaben und wurde aus der Sicht eines Mädchens geschrieben. Weitere anonyme Briefe folgten, aber erst zwei Jahre später kam das Kind frei.

Dass es zu einem Rückgang der Fälle kommt, hat der Kreisgeschäftsführer Olpe bereits vor einigen Tagen eingeräumt. Nach dpa-Informationen machen die internen Unterlagen der Ermittler deutlich, was das bedeutet: Nach dem ersten Schreiben teilte die Krankenkasse dem Jugendamt mit, dass die Mutter – die 2015 angeblich mit ihrer Tochter nach Italien gereist war – noch zahle Beiträge. in Deutschland. Weitere Ermittlungen des Jugendamtes, auch von Kinderärzten, ergaben nichts, weshalb der Brief offenbar ad acta gelegt wurde.

Nach bisherigen Ermittlungen folgte sechs Wochen später ein zweiter anonymer Brief, diesmal angeblich von Freunden, Bekannten und Nachbarn. Im Herbst 2021 gab es einen weiteren Bericht des Jugendamtes mit konkreten Hinweisen. Laut dpa informierte das Ordnungsamt erstmals die Polizei. Der Mitarbeiter meldete den “finsteren” Hinweis auf das festgenommene Mädchen der Polizei – und fragte, ob das Haus durchsucht werden könne. Im Gegenzug fragte die Polizei, ob das Jugendamt schon da sei. Antwort: Nein. Die Polizei forderte das Jugendamt auf, zunächst eigene Ermittlungen aufzunehmen. Danach meldete sich das Ordnungsamt – laut Polizei – nicht mehr.

Tatsächlich kamen den Akten zufolge am 15. Oktober 2021 zwei Mitarbeiter unangekündigt an der besagten Adresse vorbei. Die Großmutter und der Großvater des Mädchens, die offiziell dort wohnen, öffneten die Tür, ließen das Jugendamt jedoch nicht ein. Es gibt keine Tochter oder Enkelin. Das Personal ging wieder.

Kurz nach Weihnachten 2021 verursachte ein technischer Fehler laut Ermittlerunterlagen einen kleinen Brand im Wohnhaus. Die Großeltern standen vor der Tür, als die Retter eintrafen. Von dem Mädchen und der Mutter war nichts zu sehen. Es ist nicht klar, ob sie sich in der Räucherkammer versteckt hielten.

Erst im Juni 2022, fast zwei Jahre nach dem ersten Schreiben, nahm der Fall Fahrt auf: Ein Ehepaar wandte sich an das Jugendamt, das indirekt von dem Mädchen erfuhr und konkrete Hinweise gab. In Italien fragte das Jugendamt, ob das Mädchen wirklich bei ihrer Mutter lebe. Die Antwort nach acht Wochen: Nein. Die Ermittlungen ergaben, dass sich das Jugendamt erst jetzt an die Polizei wandte. Sie rief mehrere Zeugen an, verließ die Adresse, wurde nicht eingelassen – und drang wenige Tage später mit einem Gerichtsbeschluss in das Haus ein. Das war am 23.09.

Die Achtjährige schlief mit ihrer Mutter in einem Mehrbettzimmer. Laut Ermittlern wirkte sie normal, war gut gekleidet und konnte sich gut ausdrücken. Es fiel ihm schwer, einfach die Treppe hinaufzusteigen. Ärzte untersuchten das Mädchen – alles ist in Ordnung. Nach bisherigen Angaben schätzten die Ermittler, dass der Achtjährige das Haus etwa sieben Jahre lang nicht verlassen durfte.

Nun wird gegen Mutter und Großmutter ermittelt. Doch auch das Jugendamt steht unter dem wachsamen Auge der Staatsanwaltschaft – wegen Anfangsverdachts auf Freiheitsmissbrauch und Körperverletzung bei der Dienststelle. Was bisher unbekannt war: Eine Woche nach der Entlassung des Mädchens kontaktierte die Staatsanwaltschaft das Jugendamt – und beschlagnahmte einige Akten. Mit dem Thema befasst sich an diesem Donnerstag der Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.

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